Eine einmalige Ausstellung verspricht die Formel 1 über den Sport in der Hauptstadt Österreichs. Ich bin nach Wien gereist, um mir die Exhibition genauer anzuschauen. Lohnt sich die Reise für das Museum oder kann man sie sich getrost sparen? Das erzähle ich euch jetzt!
Zwei Red Bulls für den 20. Geburtstag
Red Bull als österreichisches Team feiert dieses Jahr ihren zwanzigsten Geburtstag. Da verwundert es kaum, dass Red Bull mehrere Autos für die Ausstellung zur Verfügung stellt: Zum einen gibt es mit Kinky Kylie den RB7 aus der Saison 2011 zu begutachten und zudem ist der RB16B ausgestellt. Mit dem wurde Max Verstappen 2021 das erste Mal Weltmeister.


Mit dem RB7 konnte Red Bull zwölf der insgesamt 19 Rennen der Saison 2011 gewinnen. Elfmal stand dabei Sebastian Vettel ganz oben auf dem Podium. Gelungen ist das nur auf Grund des angeblasenen Diffusors. Ein Technik-Trick, bei dem die Abgase aus dem Auspuff auf den Diffusor geleitet werden, um so deutlich mehr Abtrieb auf der Hinterachse zu generieren.



Der RB16B mag für viele Menschen der erste Formel-1-Wagen gewesen sein, den sie jemals gesehen haben. Mit diesem Wagen konnte Max Verstappen sich in einem heiß diskutierten Saisonfinale 2021 erstmals die WM-Krone holen. Mit über 100 Millionen Zuschauern weltweit war der Abu Dhabi Grand Prix der Abschluss einer Saison der Superlativen.
Das Highlight der Ausstellung!
Während Show-Cars schön zum Anschauen sind, gibt es in der F1 Exhibition ein Ausstellungsstück, welches es garantiert nur ein einziges Mal auf der Welt gibt: Das Feuer-Wrack von Grosjean!

Es sind Bilder, die um die Welt gingen. Jeder, der diesen Startunfall live gesehen hat, weiß noch immer ganz genau, wo er zu diesem Moment war. Als Romain Grosjean am 29. November 2020 wie gewohnt in Bahrain an den Start ging, schien alles erst normal – bis Kurve drei. Er kollidierte mit Daniil Kwjat und krachte mit 200 km/h in die Leitblanke. Sofort entstand ein in der modernen Formel 1 nie dagewesener Feuerball. Nur durch ein Wunder und den extrem hohen Sicherheitsbedingen konnte sich der Franzose selbstständig nach 28 Sekunden aus dem Feuer befreien.



Dieses Wrack ist viel mehr als nur ein Ausstellungsstück. Es verdeutlicht, wie gefährlich der Sport bis heute sein kann. Und, dass das Bestreben nach noch mehr Sicherheit im Motorsport nie zu Ende ist.
Alles Gold, was glänzt?
Wenn man als unwissender Formel-1-Interessierter in dieses Museum geht, könnte man meinen, Probleme, Skandale oder Kontroverseren hätten es in den letzten 70 Jahre nie gegeben. Jede Person, jede Geschichte und jedes Detail wird glorifiziert und besonders gemacht. Das ist meiner Meinung aber nach völlig okay. Letztendlich ist die F1 Exhibition ein weiteres Marketinginstrument der Formel 1 wie beispielsweise Drive-To-Survive. Ziel ist es, die Formel 1 für die Menschen greifbar und erlebbar zu machen und das gelingt hervorragend!



Dabei sorgen nicht nur interaktive Spielerein wie die Wahl des ultimativen GOATs für eine Identifizierung mit dem Sport, sondern mit schön aufbereiteten Filmen über die Entwicklung der Formel 1 über die Jahrzehnte auch zu einem echten Mehrwert für Fans. Und spätestens, wenn man die kleinsten Sensoren eines Formel-1-Wagens sieht, sagt jeder: „Wow, das fasziniert mich!“.
Wer kann, sollte hinfahren!
Falls es noch immer nicht deutlich geworden ist: Die F1 Exhibition ist grandios gut! Egal, ob neu im Sport oder jahrzehntelanger Fan. Hier wird jeder auf seine Kosten kommen. In insgesamt sieben äußerst detaillierten Ausstellungsräume wird einem alles über Fahrer, Technik oder auch die Geschichte der Formel 1 erzählt. Wer sich nur einen Funken für dieses Thema begeistern kann, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!
Die F1 Exhibition macht in Wien derzeit ihren zweiten Stopp. Nachdem im vergangenen Jahr die Ausstellung in Madrid gastierte, befundetet sie sich noch bis Mitte Juni in der Wiener Metastadt. Danach sollen weitere europäische Städte folgen. Tickets sind ab 25 Euro pro Person erhältlich.
Wau das steht ganz oben auf mein Termin Kalender👍
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