Diese fünf Fahrzeuge darfst du nicht verpassen!

Heute beginnt das größte Rennen des Jahres in Deutschland: Das 24 Stunden Rennen vom Nürburgring. Es ist das Highlight eines jeden Motorsport-Fans. Im Zentrum steht natürlich die 25 kilometerlange Nordschleife, aber auch die 250.000 Fans und die 130 Fahrzeuge. Welche Fahrzeuge du auf keinen Fall verpassen darfst, siehst du hier:

Der Vorjahressieger

Wenn es um die Fahrzeuge geht, welche man definitiv im Blick haben sollte, muss natürlich mit Frikadelli Racing der Titelverteidiger genannt werden. Die Mannschaft rund um Teamchef Klaus Abbelen startet wie 2023 auch mit einem Ferrari 296 GT3. Und die Ambitionen sind auch dieses Jahr hoch. Sie wollen wieder um die Spitzenposition des 24h-Rennens kämpfen. 

Während das Kult-Team beim Auto auf altbewährtes setzt, gehen sie bei den Fahrern neue Wege. Felipe Fernandez Laser ist der einzige Pilot aus dem Quartett, der ebenfalls im vergangenen Jahr für Frikadelli an den Start ging. Keilwitz, Ludwig und Varrone sind zwar neu im Team, aber keinesfalls unerfahrene Ferrari-Fahrer. Luca Ludwig gilt als „Ferrari-Spezialist“ und fuhr 2022 mit einem Ferrari 488 GT3 auf die Pole Position. Daniel Keilwitz hat 2023 mit einem Ferrari 296 GT3 den aktuellen Rundenrekord in der grünen Hölle aufgestellt und der Argentinier Nicolas Varrone ging beispielsweise im Jahr 2022 mit einem Ferrari 488 GTE beim Le-Mans-Langstreckenrennen an den Start. 

Mit Öko-Sprit zum Sieg

Neue Technologien wurden schon immer erst im Motorsport erprobt, bevor sie auf der normalen Straße etabliert wurden. Das 24 Stundenrennen ist selbstverständlich keine Ausnahme. Mit dem Toyota GR Supra GT4 Evo geht das Team Griesemann mit einem Wagen ins Rennen, welches mit 100% E-Fuel betankt wird. Im vergangenen Jahr ist die Mannschaft erstmals komplett klimaneutral die 24 Stunden gefahren und auch in diesem Jahr geht Griesemann in der Klasse der alternativen Treibstoffe (AT-Klasse) an den Start. „Wir sehen uns darin bestärkt, eFuels als CO2-neutrale Alternative zu fossilen Kraftstoffen im Motorsport weiter zu unterstützen.“, erläutert Teamchef Georg Griesemann vor dem Rennwochenende.

Der grün-weiß lackierte Toyota Supra mit der Startnummer #227 ist dabei nur eines von sieben Fahrzeugen in der Klasse der alternativen Treibstoffe. Drei weitere klimaneutrale Fahrzeuge stellt die Rennmannschaft vom namensgebenden Fußballer Max Kruse auf die Nordschleife.

Geballte Renn-Expertise 

“TNT“ steht auch beim 24 Stunden Rennen für eine explosive Fahrerpaarung. Der ehemalige F1-Fahrer Timo Glock und der zweifache DTM-Meister Timo Scheider starten für Cerny Motorsport auf der Nordschleife. Gemeinsam werden sie in der SP8T-Klasse einen BMW M4 GT4 pilotieren. Mit sieben Siegen und 24 Podestplätzen in der DTM gehört Timo Scheider zu den erfahrensten Piloten des 24h-Rennens. Aber auch Timo Glock ist einer der erfahrensten Starter im Fahrerfeld. Allein in ein seiner Formel-1-Zeit konnte er 15 Podestplätze einfahren. 

Die eigentliche Idee des Fahrerduos entstand bereits im Dezember 2023, verriet der Teamverantwortliche Florian Sternkopf. Letztendlich war die Umsetzung jedoch „sehr knapp kalkuliert“, da Timo Glock auf Grund von anderen Motorsport-Verpflichtungen beinah verhindert gewesen wäre. Der ehemalige F1-Pilot freut sich sehr auf den Einsatz auf der Nordschleife, denn er wollte „schon immer mal das 24h Rennen fahren“. Zusammen mit Jeroen Bleekemolen und Peter Cate wollen die beiden Timos um das Podium in ihrer Klasse kämpfen.

„Girls only“

Mit 130 verschiedenen Autos, die beim 24 Stunden Rennen an den Start gehen, ist nur auf, sondern vor allem neben der Strecke für viel Abwechslung gegeben. Das Giti Tire Team ist dabei keine Ausnahme und ist eine reine Frauen-Mannschaft. Neben den vier Fahrerinnen Carrie Schreiner, Fabienne Wohlwend, Beitske Visser und Pippa Mann besteht ebenfalls die ganze Crew hinter dem Fahrzeug mit der Nummer #146 aus Frauen. Als Konkurrenten in ihrer SP8T-Klasse hat das „Girls only“-Team unter anderem das Timo-Duo rund um Cerny Motorsport. Dennoch sind die Ansprüche hoch, denn das ganze Team sei „auf Performance ausgelegt“, erklärt Teamchefin Nicole Willems. 

Mit ihrer Idee, ein reines Frauenteam an den Start zu bringen, sind sie auch sechs Jahre nach der Gründung weltweit einmalig. Allein diese Tatsache verdeutlich die Bedeutung des Teams, denn die Anzahl der weiblichen Rennfahrerinnen ist nach wie vor vergleichsweise gering. Das will das Team ändern und will um den Klassensieg mitfahren.

„Dacia vs. Goliath“

Es war der Schreckmoment des vergangenen Jahres, als Laurin Heinrich im Porsche 911 GT3 R den kleinen Dacia Logan abgeschossen hat. Der Fanliebliebling war sofort ein Totalschaden, aber die Mannschaft rund um Teamchef und Fahrer Oliver Kriese hat einen komplett neuen Dacia für das 24h Rennen aufgebaut. Um solch gefährliche Auffahrunfall wie 2023 zu vermeiden, hat der neue Dacia nun einen 240 PS starken Turbo-Motor aus einem Renault Megane bekommen. Dennoch ist der Dacia ein klarer Underdog und gerade deshalb bei den Fans so beliebt. Der Kampf „Dacia vs. Goliath“ fasziniert das Publikum, obwohl der Wagen mit der Nummer #318 auf der Döttinger Höhe kaum eine Maximalgeschwindigkeit von 170km/h erreicht. 

Nichtsdestotrotz, kein Fahrzeug verdeutlich den eigentlichen Spirit des 24 Stundenrennens am Nürburgring: Motorsport für alle! Und genau deshalb gehört auch der klar unterlegene Dacia Logan in das immer professioneller werdende Fahrerfeld.

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